Der Hauspreisindex

Der hps Hauspreisindex legt zuWie der Begriff vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine Kennziffer, welche die Preisentwicklung bei Immobilen in verschiedenen Zeiträumen vergleichbar macht. Die Grundlage bilden jedoch nicht alle Immobilien, sondern es müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Für Eigentumswohnungen gilt dabei ein Baujahr nicht vor 1950 und eine Quadratmetergröße zwischen 70 und 100 Quadratmetern. Berücksichtigte frei stehende Ein- und Zweifamilienhäuser dürfen ebenfalls nicht vor 1950 erstellt worden sein und müssen über eine Wohnfläche zwischen 100 und 150 Quadratmetern verfügen.

Der ehemalige deutsche Hauspreisindex HPX (hpx-index) wurde im Februar in den europäischen Hauspreisindex Europace EPX umbenannt. Die Datenermittlung erfolgt auf der Grundlage der über Hypoport zur Verfügung stehenden, anonymisierten Kaufpreise. Keine Berücksichtigung finden Anschlussfinanzierungen. Die Ermittlung der Daten erfolgt monatlich. Dabei stehen vier Indizes zur Verfügung, die aus Transaktionen in zehn ausgewählten Regionen resultieren:

  • EPX appartement
  • EPX newhome
  • EPX existinghome
  • EPX Gesamtindex

aktueller Bauzinsvergleich

Bei dem EPX Gesamtindex handelt es sich um den Mittelwert der drei erstgenannten Indizes. Für Immobilienerwerber ist es natürlich nett, zu wissen, wie sich der Index entwickelt und in welcher Höhe die Kaufpreise für Immobilien anziehen. Der einzelne Käufer wird sich, wenn er die Entscheidung getroffen hat, Immobilieneigentum zu erwerben, kaum durch den EPX beeinflussen lassen. Sein Blick gilt dem Markt und der Frage, welche Immobilie er sich leisten kann. Für private Käufer ist der Index allerdings ein Signal, die Entscheidung möglicherweise etwas zügiger als geplant voranzutreiben.

EPX widerlegt die Theorie des ungehemmten Preisanstiegs, aber nur im letzten Monat

Unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten liefert dieser Index allerdings wertvolle Informationen. Immerhin heißt es immer wieder, dass die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland in den letzten Jahren explodiert sind: sie tun es offensichtlich. wie die Abbildung 1 zeigt

Entwicklung des EPX Hauspreis-Index

Abb. 1: Entwicklung des Hauspreis-Index EPX von 2007 –  Janaur 2017. Quelle: Europace AG

 

 

Aktuelle Trends & Entwicklung der EPX-Preisindizes Januar 2017

Tendenz des Gesamtindex:  leicht fallend
Tendenz bei Eigentumswohnungen: gleichbleibend
Tendenz bei neuen Ein-und Zweifamilienhäuser: leicht fallend
Entwicklung bei bestehenden Ein-und Zweifamilienhäuser: leicht fallend

November 2016 Janaur 2017
Indexwert 134,35 135,91
Veränderung zum Vormonat 0,96% -0,35%
Veränderung zum Vorjahresmonat 9,69% 8,34%

 

Quartale 2016

In 2016 fällt besonders der große Anstieg bei der Preisentwicklung für Neubauten auf. Der Index für Bestandsimmobilien stieg im Jahresverlauf auch deutlich, verzeichnete aber im Herbst einen zwischenzeitlichen Rückgang. Der Gesamtindex (rote Kurve in Abbildung 1) konnte in 2016 fast zweistellig zulegen.

 

Juli, August, September 2015

Die Betrachtung seit Januar 2008 zeigt aber, dass der gemittelte Index im Zeitraum bis Februar 2012 nur um 6,41 Zähler, von 99,21 auf 105,62 gestiegen ist, und in der Zwischenzeit im Mai 2005 auf 95,5 zurück gegangen war. Im Dezember 2013 notierte der EPX allerdings bei 113,02, lag jedoch um 0,92 Punkte unter dem Vormonat. Neben dem Index selbst werden auch die Transaktionsvolumina pro Monat berücksichtigt. Und diese zeigen einen signifikanten Anstieg. In den letzten beiden Quartalen des Jahres 2012 verdoppelte sich der Umsatz im Vergleich zu den letzten beiden Quartalen im Jahr 2008. Europace selbst erwartet für die nächsten Monate eine Seitwärtsbewegung der Indizes, der Preisanstieg aufgrund einer ungebremsten Nachfrage und ein weiteres Anziehen der Immobilienpreise ist aktuell erst einmal gestoppt. Wie es in 2016 weiter geht, ist aktuell aufgrund der Unsicherheiten über mögliche Leitzinserhöhungen in den USA kaum zu prognostizieren.

Ein weiterer Aspekt, welcher den EXP interessant macht, ist die regionale Basis. Die regionalen Daten zeigen, wie unterschiedlich die Preisentwicklung in den einzelnen Bundesländern respektive Städten verläuft. Für den privaten Erwerber sind diese Zahlen deutlich aussagekräftiger als der Gesamtdurchschnitt. Eigentumswohnungen zeigen die regionalen Differenzen am deutlichsten. Der Unterschied zwischen Dortmund und München beträgt fast 300 Prozent. Preise für neu gebaute Einfamilienhäuser verzeichneten den stärksten Anstieg, während Bestandsobjekte bei Ein- und Zweifamilienhäusern aktuell deutlich unter dem Gesamtindex notieren.

Eines bleibt jedoch, unabhängig davon, wie sich der  EPX entwickelt, sicher. Wer eine Immobilie erwerben möchte, weiß, dass die Preise durchaus steigen, wird diesen Preisanstieg aber durch die nachhaltend niedrigen Bauzinsen wieder kompensieren können.

 

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