Zinsanpassung kann sinnvoll sein

Wann lohnt sich die ZinsanpassungZinsanpassungen können für Immobilienbesitzer positiv, aber auch negativ sein. Bei einer Baufinanzierung wird nur selten über die gesamte Laufzeit der Zins festgeschrieben, das Darlehen muss nach Ablauf der Zinsbindung neu verhandelt werden. Maßgeblich für den Darlehensnehmer ist natürlich, ob der Zins in der Zwischenzeit gefallen oder gestiegen ist. Neben Darlehen mit festen Zinsbindungen werden allerdings auch Kredite mit variablem Zinssatz angeboten. Diese bedingen, dass der Zinssatz unterjährig in bestimmten Intervallen immer wieder neu an den aktuellen Kapitalmarktzins angepasst wird. Darlehen mit variablem Zins bergen gewisse Risiken und sind nur zu empfehlen, wenn die Dauer des variablen Zinssatzes recht überschaubar. Sie finden dann Anwendung, wenn nicht ersichtlich ist, in welche Richtung die Finanzierungszinsen mittelfristig tendieren werden.

 

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Niedrige Zinsen – Zeit für eine Zinsanpassung

Eine Zinsanpassung noch während der Zinsbindungsdauer kann durchaus sinnvoll sein. Stammt das Darlehen noch aus einer Hochzinsphase und die Finanzierungskonditionen haben deutlich nachgegeben, ist es ein Rechenexempel, ob die Restschuld, erhöht um die Vorfälligkeitsentschädigung, aufgrund niedrigerer Zinsen günstiger finanziert werden kann. Wäre dies nur durch einen Institutswechsel möglich, so können die Kosten in Bezug auf die Löschung und Neubestellung der Grundschuld vernachlässigt werden. Die Banken sind heute bereit, eine Abtretung des zuerst finanzierenden Institutes zu akzeptieren. Diese muss notariell beglaubigt sein, der Aufwand dafür bewegt sich zwischen 100 und 200 Euro. Es ist definitiv die Vorfälligkeitsentschädigung, die über die Rentabilität einer vorzeitigen Zinsanpassung entscheidet.

 

Weiterführende Informationen

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